In der Krankengymnastik (KG) stehen aktive und funktionelle Übungen im Vordergrund, mit dem Ziel die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers zu verbessern.
Es werden Krankheiten mit aktiven Therapiemaßnahmen aus fast allen Fachbereichen behandelt.
Zum Beispiel nach einem Bandscheibenvorfall:
Die Patienten erlernen Übungen zur Stabilisierung der Rumpfmuskulatur (Bauch und Rücken). Diese Übungen können dann vom Patienten selbstständig weitergeführt werden.
Bei bestehenden Schmerzen, z. B. aufgrund von einseitigen Bewegungen, Fehlbelastungen und Fehlhaltungen, bietet die Krankengymnastik Übungen zur Dehnung und Kräftigung an, die den Patienten aus seiner Schmerzsymptomatik wieder herausführen.
Es gibt eine einfache Wahrheit: Wenn Sie an das glauben, was Sie tun, können Sie Großes erreichen. Das ist der Grund, warum Ihnen bei der Erreichung Ihres Zieles helfen möchten.
Die Manuelle Therapie (MT) ist eine besonders schonende Behandlungsmethode und wird zur Mobilisierung aller Gelenke des Körpers, also die der Wirbelsäule und der Extremitäten, angewendet. Sie dient dem Erhalt und der Wiederherstellung normaler Funktionen eines Gelenks und des umliegenden Gewebes. Die MT bietet hierfür passive und aktive Maßnahmen an.
Die folgenden passiven Techniken werden vor allem bei unbeweglichen, blockierten Gelenken eingesetzt:
Durch Traktion entsteht eine Separation, die Gelenkanteile werden dabei auseinandergezogen.
Eine andere Technik ist das parallele Gleiten. Je nach Gelenkart ist dies in bis zu 4 Bewegungsrichtungen möglich. Dadurch wird das verlorengegangene Gelenkspiel und somit die Beweglichkeit wiederherstellt.
Bei der Kompression wird mit Druck (Approximation) auf die umliegenden Gewebestrukturen Kapsel, Bänder des jeweiligen Gelenks eingewirkt. Durch Druck (Kompression) und Zug (Traktion) wird der Knorpel wieder besser ernährt und das Gewebe kann sich wieder schonend an Belastung gewöhnen.
Mit neuromuskulären Techniken wie z.B. die Postisometrische Relaxation (PIR) wird das Dehnungsvermögen der Muskulatur verbessert. Es wird eine Tonussenkung und Elastizitätsverbesserung angestrebt. Ein ausgeglichenes Spannungsverhältnis im zu behandelnden Muskelgewebe ist hier das Ziel. Das wird durch einen wiederkehrenden Wechsel aus Anspannung gegen einen Widerstand und anschließender Dehnung des Muskels erreicht.
Die Manuelle Therapie wird auch in der Weichteildiagnostik und Behandlung eingesetzt. Die Funktionsmassage nach Cyriax ist eine Mischung aus Dehnung und Massage, die der Schmerzlinderung dient.
Eine weitere Technik ist die Querfriktion, die quer zum Faserverlauf ausgeübt wird, beispielsweise bei schmerzhaften Sehnenansatzreizungen (Tennisellbogen, Golferarm).
Aktive Maßnahmen werden bei überbeweglichen Gelenken angewendet. Dabei erlernt der Patient stabilisierende Übungen.
Kiefergelenksbehandlung bei Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD)
Die Symptome der Craniomandibulären Dysfunktion können sehr vielfältig sein. Es treten Beschwerden auf, wie zum Beispiel Schmerzen, Knacken und Knirschen im Kiefergelenk, Gesichtsschmerzen, Ohrengeräusche (Tinnitus), Schwindel, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit evtl. mit Einschränkungen beim Drehen des Kopfes.
Die Entstehung einer CMD unterscheidet sich in einer absteigenden und einer aufsteigenden Symptomatik (Symptomkette). Liegt die Ursache für die CMD unterhalb des Kiefergelenks, wie z. B. Haltungsstörungen, Beinlängendifferenzen bzw. Fußfehlstellungen, werden diese Abweichungen über die Wirbelsäule auf die Halswirbelsäule und so auf das Kiefergelenk übertragen. Man spricht von der aufsteigenden Symptomkette. Werden durch z. B. fehlende Backenzähne, Zahnfehlstellungen oder zu hohe Kronen die Abweichungen über das Kiefergelenk auf den Nacken und die Wirbelsäule übertragen, spricht man von der absteigenden Symptomkette. Auch Stress und psychische Belastungen können einer CMD zugrunde liegen.
Bei einer CMD wird eine manualtherapeutische Behandlung (MT) am Kiefergelenk und an der Kiefermuskulatur durchgeführt. Die Behandlung erfolgt sehr vorsichtig, da die Kiefermuskulatur sehr empfindlich ist und hat die Schmerzfreiheit des Kiefergelenks zum Ziel. Darüber hinaus wird durch die MT-Behandlung die Funktion des Kiefergelenks verbessert (ausgeglichener Kieferschluss/öffnung) und eine Entspannung der Kiefermuskulatur erreicht.
Die manuelle Therapie bei einer CMD ist eine zahnärztliche Verordnung.
Aus physiotherapeutischer Sicht ist es sinnvoll für die Ursachen der aufsteigenden Symptomkette eine orthopädische Diagnose erstellen zu lassen, da hier ggf. bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, MRT) zur Klärung nötig sind (z. B. um einen Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule festzustellen/auszuschließen). Auf diese Weise kann der Behandlungsauftrag für eine physiotherapeutische Maßnahme sicher und gezielt erfolgen, z. B. zur Mobilisationsbehandlung der Halswirbelsäule
Die manuelle Lymphdrainage wird bei Ödemen verschiedenster Art und Ursache angewendet. Zum Beispiel nach einem Trauma wie einer Sprunggelenksfraktur oder einem Supinationstrauma (Überdehnung des Sprunggelenks), wenn der Fuß im Knöchelbereich angeschwollen ist.
MLD ist eine sanfte Massagetechnik bei der die angestaute Flüssigkeit (Lymphflüssigkeit) im Gewebe vorsichtig zu den nächst größeren Lymphknotenstationen verschoben wird (für das o. g. Beispiel sind das die Leistenlymphknoten).
Durch zusätzliche Anregung des Lymphsystems wird der Abtransport der Gewebeflüssigkeit begünstigt und ein optimales Resorbieren gewährleistet. Das Abschwellen des Gewebes lindert Schmerzen, das Gewebe wird weicher und die Beweglichkeit verbessert.
Es gibt eine einfache Wahrheit: Wenn Sie an das glauben, was Sie tun, können Sie Großes erreichen. Das ist der Grund, warum Ihnen bei der Erreichung Ihres Zieles helfen möchten
Eine Therapie nach Bobath (Berta Bobath, Physiotherapeutin 1907 – 1991, Kar(e)l Bobath, Neurologe 1906–1991) findet ihre Anwendung bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen, wie z. B.: nach einem Schlaganfall, Schädelhirntrauma oder Hirnblutung, bei Multipler Sklerose, Morbus Parkinson und anderen neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen. Dabei stehen individuelle und alltagsbezogene therapeutische Aktivitäten im Vordergrund.
Am Beispiel eines Patienten mit Schlaganfall (Apoplex):
Ein Schlaganfall, der eine halbseitige Lähmung (Hemiplegie) zur Folge hat, weist auf der betroffenen Körperhälfte schlaffe, gelähmte und/oder schwächere Tonusverhältnisse der Muskulatur auf.
Je nachdem welche Gehirnhälfte vom Schlaganfall betroffen ist, befindet sich die Hemiplegie auf der gegenüberliegenden Körperseite (rechte Gehirnhälfte/linke Körperseite, linke Gehirnhälfte/rechte Körperseite).
Da Hemiplegiker oft geneigt sind ihre geschwächte/gelähmte Körperseite zu vernachlässigen und ihre Einschränkungen mit ihrer nicht betroffenen Körperseite zu kompensieren (inadäquate Kompensationsstrategie), wird hier mit effektiven Verhaltensstrategien gearbeitet, die dafür sorgen, dass der Gebrauch der betroffenen Körperseite gefördert wird.
Das Ziel ist die Wiederherstellung größtmöglicher Selbstständigkeit und Mobilität im alltäglichen Leben, unter Berücksichtigung der Persönlichkeit des Patienten z. B. durch Verbesserung der posturalen Kontrolle (unter Einfluss der Schwerkraft die aufrechte Körperhaltung beizubehalten).
Das Bobath-Konzept geht von der Annahme der Plastizität des Gehirns aus. Das heißt, dass gesunde Gehirnregionen die Aufgaben geschädigter Gehirnregionen übernehmen können (neuronale Vernetzung). Durch konsequentes Training und Stimulation können verloren gegangene Fähigkeiten neu erlernt werden.
t eine einfache Wahrheit: Wenn Sie an das glauben, was Sie tun, können Sie Großes erreichen. Das ist der Grund, warum Ihnen bei der Erreichung Ihres Zieles helfen möchten.
Die Manuelle Lymphdrainage wird bei Ödemen verschiedenster Art und Ursache angewendet. Zum Beispiel nach einem Trauma wie einer Sprunggelenksfraktur oder einem Supinationstrauma (Überdehnung des Sprunggelenks), wenn der Fuß im Knöchelbereich angeschwollen ist.
MLD ist eine sanfte Massagetechnik bei der die angestaute Flüssigkeit (Lymphflüssigkeit) im Gewebe vorsichtig zu den nächst größeren Lymphknotenstationen verschoben wird (für das o. g. Beispiel sind das die Leistenlymphknoten).
Durch zusätzliche Anregung des Lymphsystems wird der Abtransport der Gewebeflüssigkeit begünstigt und ein optimales Resorbieren gewährleistet. Das Abschwellen des Gewebes lindert Schmerzen, das Gewebe wird weicher und die Beweglichkeit verbessert.